Bahnfahrer sind besondere Menschen

Der Zug…

Eigentlich hatte ich mir für diesen Sonntag, den 07.01.2018, ein Wellness-Bad mit anschließend Ruhe und Mittags dann ein feines Highlander-Steak mit Bratkartoffel usw. vorgesehen gehabt. Doch als ich auf den Balkon trat kam gerade die Sonne um die Ecke und es war blauer Himmel und es war kein Halten mehr, ich musste in die Puschen, ich musste in die Karre, ich musste an meine – ach so heiß geliebte und oft eiskalt abservierte – Ostsee fahren! Und es war ein Herrlicher Sonntag draußen am Wasser und es gab ein wunderbares ‚Frühstück‘ bei (meiner/unserer) ‚Lippe-Lady‘, ich denke, sie hat nix dagegen, wenn ich sie in diesem Intro so nenne, aber jetzt genug der Ein-Schmeicheleien! Hier ist er, mein Erster&Bester in&für 2018! Viel Spaß! Euer HotScha24.

Bahnfahrer sind besondere Menschen
Der Zug kam pünktlich.

 

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Tagebuch 1

FEK NMS, KrZi. B21/15.

Ank. 27.02.2017, ca. 14:32 Uhr.

Das Bett ist schon gerichtet, die OP für den kommenden Tag auf 7:30 Uhr angesetzt. Auf Station legt mir eine freundliche Dame als Erstes eine weiß-rote Manschette, Marke ‚Armilla‘, Euro-Patent No. (…) um’s rechte Handgelenk,  dann drückt sie mir – Nächste Maßnahme – einen Patienten-Fragebogen, 2fach – in die Hand, danach darf ich das FEK nicht mehr verlassen. Sowas nennt man ‚Hospitieren‘. Eigentlich hatte ich mir für den Abend noch einen Besuch beim Griechen um die Ecke vorgestellt. Das kann ich nun vergessen. Ich also mit Trolly & Riementasche hinter der freundlichen Dame her auf’s Zimmer; Trolly abstellen, Tasche auf Fensterbank, Hallo gesagt zum freundl. Bettnachbar & dessen Besuch, dann zurück durch die Gänge Richtung ‚Hauptausgang‘, zum ‚Bistro‘, 1 cafe crema ‚for togo‘ für satte 2,45€, mit Deckel und raus in’s Freie für eine ‚Selbstgedrehte‘ – es könnte ja die Letzte sein. Der Regen der letzten Tage hat aufgehört. Leichte Briese aus Süd-West bei 5 bis 8°C. Das ist hier oben normal, aber zu warm für die Jahreszeit. Vor dem Haupteingang ein ständiges Kommen und Gehen. Taxis auf Warteposition. Um mich ein paar Menschen die, wie ich, das Rauchen nicht lassen können. Mit Rollator und ohne, im Morgenmantel und Mütze, den Schal dicht um den Kopf gelegt, aber ‚die Fluppe‘ qualmt, allen Werbekampagnen der EU zum Trotz. Der Mensch ist triebgesteuert.

Von dem 28.02., einem Faschings-Dienstag habe ich nicht viel mitbekommen. Als ich, entsprechend aufgebahrt und vorbereitet auf einem Bett liegend und – irgendwo in halb-dunklen Betonräumen mit LED-Leuchten und Luftabzugsrohren an der Decke – auf die OP wartete, war schon alles vorbei und eine Freundliche Schwester sagte in meine offenen Augen hinein, wir bringen Sie gleich auf Station. Das alles war Gestern.

Heute, am 02.03. gegen 15:30 Uhr die offizielle Nachricht meines Chefarztes; „Noch kein Krebs, gerade noch rechtzeitig entfernt, von uns aus keine weiteren Auflagen. Am Samstag können Sie nach Hause. Und rufen Sie Ihren Hausarzt an!“ Das Bangen und Hoffen hat mir noch einmal eine glückliche und vielversprechende Lebenswende gebracht. Mein Leben geht in die Erste Verlängerung, Ausgang ungewiss…

Den Menschen am FEK und allen Beteiligten meinen aufrichtigen Dank und für Ihre eigene Zukunft die Besten Wünsche!

Ihr/euer

HotScha24.